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Flüssigkeiten im Handgepäck: Was ist erlaubt?
Von AirHelper
Letzte Aktualisierung: 15. März 2026

Getränke und Flüssigkeiten im Flugzeug unterliegen klaren Sicherheitsregeln, besonders im Handgepäck. In der Regel dürfen Passagiere maximal 100 ml pro Behälter transportieren, die zusammen in einem durchsichtigen 1-Liter-Beutel verstaut sein müssen. Leere Trinkflaschen sind dagegen erlaubt und können nach der Sicherheitskontrolle wieder aufgefüllt werden.
Viele Reisende möchten auf Flügen eigene Getränke, Snacks oder Mitbringsel aus dem Urlaub mitnehmen. Doch nicht alles ist im Handgepäck oder im Flugzeug erlaubt. Besonders bei Flüssigkeiten, alkoholischen Getränken, Babynahrung oder Duty-Free-Produkten gelten teilweise unterschiedliche Vorschriften.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Getränke im Flugzeug erlaubt sind, wie die Flüssigkeitsregeln im Handgepäck funktionieren und welche Ausnahmen es gibt, etwa für Medikamente, Babyprodukte oder Einkäufe aus dem Duty-Free-Shop.
Im Handgepäck dürfen Flüssigkeiten nur in Behältern mit maximal 100 ml Fassungsvermögen transportiert werden. Alle Flüssigkeiten müssen zusätzlich in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel mit einem Volumen von maximal 1 Liter verstaut sein.
Dabei gelten folgende Regeln:
Maximal 100 ml pro Behälter
Alle Behälter müssen in einen 1-Liter-Beutel passen
Pro Person ist nur ein Flüssigkeitsbeutel erlaubt
Der Beutel muss transparent und wiederverschließbar sein
Diese Vorschriften gelten für Flüssigkeiten, Gele und Aerosole, also zum Beispiel:
Getränke
Cremes und Lotionen
Parfüm
Zahnpasta
Deo oder Haarspray
Smoothies oder dickflüssige Säfte
Warum gibt es die 100-ml-Regel?
Die sogenannte 100-ml-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck wurde nach Terroranschlägen weltweit eingeführt. Heute gelten ähnliche Sicherheitsvorschriften in der EU, den USA und vielen anderen Ländern, um gefährliche Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen zu verhindern.
Alle Flüssigkeiten müssen deshalb in kleinen Behältern transportiert und gemeinsam im 1-Liter-Beutel bei der Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden.
Darf man Getränke im Handgepäck mitnehmen?
In der Praxis ergibt es meist wenig Sinn, Getränke im Handgepäck mitzunehmen, da handelsübliche Wasserflaschen oder Softdrinks deutlich mehr als 100 ml enthalten. Außerdem zählen auch Kosmetikprodukte oder Hygieneartikel zur Gesamtmenge im Flüssigkeitsbeutel.
Deshalb nehmen viele Reisende eine leere Trinkflasche mit ins Flugzeug, die sie nach der Sicherheitskontrolle wieder auffüllen können.
Ja, leere Flaschen dürfen im Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden. Wichtig ist nur, dass die Flasche bei der Sicherheitskontrolle vollständig leer ist, da sie sonst unter die 100-ml-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck fällt.
Das gilt für verschiedene Arten von Flaschen, zum Beispiel:
Wiederverwendbare Trinkflaschen
Leere Wasserflaschen aus Plastik
Edelstahl- oder Aluminiumflaschen
Große Flaschen wie eine leere 1-Liter-Trinkflasche
Da sich keine Flüssigkeit in der Flasche befindet, verstößt sie nicht gegen die Flüssigkeitsbeschränkungen im Handgepäck.
Warum nehmen viele Reisende eine leere Flasche mit?
Viele Passagiere bringen eine leere Trinkflasche im Handgepäck mit, um sie nach der Sicherheitskontrolle wieder zu füllen. An vielen Flughäfen gibt es dafür:
Trinkwasserbrunnen
Wasserspender
Restaurants oder Cafés, die Wasser nachfüllen
So können Reisende Wasser mit ins Flugzeug nehmen, ohne die Flüssigkeitsregeln bei der Sicherheitskontrolle zu verletzen.
Ja, auch eine leere Glasflasche darf grundsätzlich im Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden. Wichtig ist nur, dass sich keine Flüssigkeit in der Flasche befindet, wenn Sie durch die Sicherheitskontrolle gehen. Andernfalls gelten die üblichen Flüssigkeitsregeln im Handgepäck (max. 100 ml pro Behälter).
In den meisten Fällen stellt eine leere Glas-Trinkflasche im Handgepäck kein Problem dar. Dennoch können Sicherheitskontrollen im Einzelfall genauer prüfen, da Glas zerbrechlich ist und theoretisch als potenzieller Gegenstand mit Verletzungsrisiko gelten könnte.
Damit es keine Probleme gibt, sollten Sie darauf achten, dass:
die Glasflasche vollständig leer ist
sie keine scharfen oder beschädigten Kanten hat
sie stabil und gut verschließbar ist
Viele Reisende bevorzugen dennoch Trinkflaschen aus Edelstahl oder Kunststoff, da diese im Handgepäck robuster und leichter sind.
In den Beutel mit Flüssigkeiten fürs Handgepäck gehören unter anderem:
Parfum
Zahnpasta
Haarspray
Shampoo
Deo
Medikamente
Flüssige Medikamente dürfen grundsätzlich im Handgepäck mitgeführt werden, wenn sie für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind und die geltenden Sicherheitsvorschriften erfüllen. In vielen Fällen gelten für flüssige Medikamente im Handgepäck zunächst dieselben Grundregeln wie für andere Flüssigkeiten: Sie müssen meist in Behältern mit maximal 100 ml Fassungsvermögen transportiert und in einem transparenten, wiederverschließbaren 1-Liter-Beutel mitgeführt werden.
Gerade für chronisch kranke, behinderte oder auf regelmäßige Einnahme angewiesene Reisende ist es wichtig, Medikamente während des Flugs griffbereit im Handgepäck zu haben. Damit es bei der Sicherheitskontrolle oder Einreise nicht zu Problemen kommt, sollten Sie einige Punkte beachten.
Welche Voraussetzungen gelten für Medikamente im Handgepäck?
Die Mitnahme ist in der Regel möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Die Medikamente sind für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
Es liegt möglichst eine ärztliche Verschreibung oder Bescheinigung vor.
Das Medikament ist im Zielland erlaubt und darf eingeführt werden.
Flüssige Medikamente befinden sich – soweit vorgeschrieben – in Behältern mit maximal 100 ml Fassungsvermögen.
Alle Behälter werden in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel mit maximal 1 Liter Volumen transportiert.
Die Behälter müssen sich bei Bedarf öffnen und wiederverschließen lassen, falls Sicherheitsbehörden eine Kontrolle durchführen.
Welche Medikamente können betroffen sein?
Zu den flüssigen Medikamenten im Handgepäck zählen nicht nur klassische Arzneiflüssigkeiten, sondern zum Beispiel auch:
Tropfen
Sprays
Salben und Gele
medizinische Lösungen oder Sirupe
Diese Produkte können an der Sicherheitskontrolle ebenfalls als Flüssigkeiten gelten und sollten deshalb entsprechend verpackt werden.
Warum ist eine ärztliche Bescheinigung sinnvoll?
Eine ärztliche Bescheinigung für Medikamente im Handgepäck kann die Mitnahme deutlich erleichtern – vor allem bei:
verschreibungspflichtigen Medikamenten
größeren Mengen
Betäubungsmitteln
Psychopharmaka oder Beruhigungsmitteln
Am besten ist die Bescheinigung auf Englisch oder in der Sprache des Ziellandes ausgestellt. So lassen sich Missverständnisse bei Sicherheitskontrollen oder bei der Einreise vermeiden.
Wichtiger Hinweis für Reisen ins Ausland
Vor allem bei internationalen Reisen sollten Sie die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes genau prüfen. Einige Länder haben strenge Regeln für bestimmte Wirkstoffe oder verbieten die Einfuhr einzelner verschreibungspflichtiger Medikamente vollständig.
Das betrifft besonders häufig:
Betäubungsmittel
starke Schmerzmittel
beruhigende oder psychotrope Medikamente
Wer auf solche Medikamente angewiesen ist, sollte sich vor der Reise unbedingt bei der Botschaft, Airline oder den offiziellen Behörden des Ziellandes informieren.
Praktischer Tipp für Flugreisen mit Medikamenten
Bewahren Sie Medikamente möglichst in der Originalverpackung auf und transportieren Sie sie zusammen mit dem Rezept oder einer ärztlichen Bescheinigung im Handgepäck. So können Sie bei Kontrollen schneller nachweisen, dass die Medikamente medizinisch notwendig sind.
Manche Reisende müssen sich während eines Fluges Injektionen verabreichen. Dies betrifft beispielsweise Patienten mit Diabetes. Werden hierfür Spritzen verwendet, sind nicht nur die Mengenbegrenzungen für Flüssigkeiten, sondern auch die Sicherheitsvorschriften zu beachten. Spritzen zählen im Flugverkehr nämlich zu den gefährlichen Gegenständen. Eine ärztliche Bescheinigung sollte daher mitgeführt werden, aus der hervorgeht, dass es sich um persönlich benötigte medizinische Ausrüstung handelt.
Beim Thema Getränke an Bord eines Flugzeugs darf der absolute Klassiker der Lüfte nicht fehlen: Tomatensaft. Viele Menschen lieben das Getränk, selbst wenn sie am Boden niemals zum Tomatensaft greifen würden. Tatsächlich lässt sich die Vorliebe für das Getränk im Flieger wissenschaftlich erklären.
In großer Höhe, insbesondere in der trockenen Luft der Kabine eines Flugzeugs, nimmt die Fähigkeit, süße und salzige Geschmäcker wahrzunehmen, ab. Tomatensaft hat einen sehr intensiven und etwas salzigen Geschmack, der auch unter diesen Bedingungen gut wahrgenommen werden kann. Die erdigen Aromen des Tomatensafts schneiden durch die verminderte Geschmacksempfindlichkeit und bieten ein angenehmes Geschmackserlebnis.
Weiterhin enthalten Tomaten Glutamat, eine Aminosäure, die für den sogenannten Umami-Geschmack verantwortlich ist. Umami wird oft als herzhafter oder fleischiger Geschmack beschrieben und ist weniger von den Veränderungen in der Geschmackswahrnehmung betroffen, die durch die Kabinenbedingungen verursacht werden. Dies macht Tomatensaft zu einem der wenigen Getränke, dessen Geschmack in der Luft als angenehm oder sogar verbessert empfunden wird.
Getränke und Babynahrung dürfen im Handgepäck in größeren Mengen mit ins Flugzeug genommen werden. Anders als bei normalen Flüssigkeiten gilt für Babynahrung und Getränke für Babys eine Ausnahme von der 100-ml-Regel.
Erlaubt sind zum Beispiel:
Babybrei
abgepumpte Muttermilch
Milchpulver oder zubereitete Babymilch
medizinisch notwendige Spezialnahrung
Getränke für Babys und Kleinkinder
Diese Produkte müssen nicht in Behältern unter 100 ml transportiert werden und müssen auch nicht im 1-Liter-Flüssigkeitsbeutel verstaut werden.
Was passiert bei der Sicherheitskontrolle?
Babynahrung und Getränke für Babys müssen bei der Sicherheitskontrolle separat vorgezeigt werden. In einigen Fällen kann das Sicherheitspersonal zusätzliche Prüfungen durchführen.
Dazu kann gehören:
das Öffnen der Behälter
ein Test der Flüssigkeit
die Aufforderung, einen kleinen Teil der Nahrung zu probieren
Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit und sind bei internationalen Flügen üblich.
Wie viel Babynahrung darf man im Handgepäck mitnehmen?
Die erlaubte Menge ist nicht exakt festgelegt. Wichtig ist jedoch, dass die mitgeführte Menge plausibel zur Flugdauer und zum Bedarf des Babys passt.
Damit es keine Probleme bei der Kontrolle gibt, sollten Sie darauf achten:
Babynahrung klar als solche erkennbar zu transportieren
Getränke möglichst in Babyflaschen oder geeigneten Behältern mitzunehmen
nur realistische Mengen für die Reise einzupacken
Die Mitnahme von Alkohol im Flugzeug ist, genau wie die Mitnahme von Tabak, durch EU-Richtlinien geregelt. In den Richtlinien sind Höchstmengen definiert, die für jede Art von Gepäck gelten. Innerhalb der EU dürfen Reisende folgende Mengen im Koffer (Aufgabegepäck) mitführen:
10 Liter Spirituosen
20 Liter Sherry oder Portwein
90 Liter Wein, davon aber maximal 60 Liter Schaumwein
110 Liter Bier
Weniger großzügig sind die Richtlinien, wenn es um die Einreise aus Nicht-EU-Ländern in die EU via Flugzeug geht. In diesen Fällen ist es den Reisenden gestattet, folgende Mengen Alkohol im Koffer mitzuführen:
4 Liter Wein
16 Liter Bier
1 Liter Spirituosen
2 Liter Sherry, Portwein oder Schaumwein
Achtung: Die alkoholischen Getränke dürfen ausschließlich für den persönlichen Bedarf bestimmt sein! Die in der Richtlinie genannten Mengen sind weiterhin nur Richtwerte – die genauen Bedingungen für die Einfuhr von Alkohol legen die Zollbehörden des jeweiligen Landes fest, in das eingereist wird.
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